Schlittenfahren 01. Februar 2003

Samstag morgen 10 Uhr war großes Treffen am Musikerheim. Insgesamt 18 der hĂ€rtesten, durchtrainiertesten Musiker - wahrlich gesagt die eigentliche Elite – machten sich mit mehreren Autos und zicktausend antiken Holzschlitten auf die Reise nach Garmisch Partenkirchen.

Das letzte StĂŒck in Garmisch brachte uns Brösl als unser AutokolonnenfĂŒhrer den Berg hoch oder auch nicht ... selbst hatte er die meisten Probleme mit seinem Bus, die steile Straße (per Bleifuß und ersten Gang) hochzukommen ;-))).

Nun schnappte sich jeder seinen Schlitten und seinen Rucksack und los ging’s hoch auf den Berg zur HĂŒtte. Schon an der ersten Kreuzung packte Brösl aber sein Buch aus, weil er nicht mehr wusste wohin ... na ja, vielleicht sollten wir das nĂ€chste Mal `ne bekanntere Schlittenstrecke nehmen. Der Anfang ist immer das Schlimmste. Und viele keuchten und stöhnten und setzten sich hochrot auf ihre Schlitten, um Sitzstreik zu demonstrieren. Auf halben Weg legten wir dann eine Pause ein. Und man zĂŒckte aus seinem Rucksack heißen Tee oder ein dunkles Kaltenberger Bier (Danke Brösl) oder mehrere Feiglinge fĂŒr die MĂ€dels (Danke Ulrike!). Danach wurde aber dann die Strecke besser und viele Male konnte man auch bereits Schlittenfahren. Unsere Beine blieben weitgehend verschont, dennoch hat wahrscheinlich so mancher keine AbsĂ€tze mehr an seinen Schuhen vom Bremsen. Bis auf die Lissi, die hatte bis zur Ankunft an der HĂŒtte `ne absolut nasse Hose ;-))), na ja, die hatt`s am meisten geschmissen.

Beim schönsten Wetter saßen wir nun im Freien vor der Wirtschaft und gönnten uns was zu trinken und zu essen. Wir genossen den phantastischen Tag, schlossen hinter unseren Sonnenbrillen heimlich die Augen und sonnten uns. So manchner tummelte sich im Schnee. Jojo fabrizierte im Tiefschnee einen Engel und schwupp die wupp, sprangen noch weitere (Andi Glas, Joachim Loy und Christoph Resch) hinterher. Christoph brachte natĂŒrlich wieder die hĂ€rteste Version. Er wollte Ă  la Flick Flack vom Zaun aus hinunter springen, aufgrund verschiedener Gleichgewichtsstörungen brachte er dann leider nur noch `nen Hecht zustande (oh ihr bösen bösen MĂ€dels! Har har). Nun mussten wir uns zum Gruppenfoto aufstellen. Und Karin musste sich den Arsch abrennen, damit sie es noch rechtszeitig zur Rodelmannschaft schaffte. Schließlich musste ja jemand diesen Selbstauslöser auch noch aktivieren.

So, wir freuten uns, endlich Schlittenfahren zu können. Aber Pustekuchen! Wir mussten schon wieder latschen. Nur das letzte StĂŒck konnten wir durchgehend `runterfahren – und dies im Eil-Tempo! Brösls Schlitten schien ein richtiges Eigenleben zu fĂŒhren. Immer wieder musste der Schlitten von dessen Reiter beruhigt werden (ruhig Brauner, ruhig). Wir dachten uns nur: ‘der Brösl wird schon wissen mit wem er spricht’. Leider waren ein paar Leichen immer wieder auf der Strecke, deren Schlitten einfach nicht mit machte oder sie mit ihrem Schlitten nicht so sehr „eins“ waren, gell Lissi. Unten angekommen, freuten sich die Autofahrer, dass ihr Auto noch so da stand wie vorher – bei dem GefĂ€lle! Lissi musste ihre Schneehose saubermachen bzw. das war dann schon so schlimm, dass ihr Andrea gleich eine neue Hose gab. Jeder kehrte seinen Schlitten und sich selbst ab ... und dann ging`s wieder auf den RĂŒckweg. Unterwegs kehrten wir dann noch im goldenen “M” ein und JĂŒrgen brach sein GelĂŒbde, niemals beim MĂ€cci zu essen – schließlich brachten wir es doch noch zustande, dass ein paar Pommes zu ihm in den Mund wanderten. Dann war der große Aufbruch nach Hause ... und wir nahmen uns auf alle FĂ€lle vor, diesen wunderschönen Tag zu wiederholen...

 © Monika Huber, Karin Hartmann und Christoph Resch alias Isch
3.2.2003

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