Probenwochenende Wessobrunn 27.2. - 29.2.2004

 

Probenwochenende, was ist das eigentlich? Beschreiben wir es doch mal so: Hoch motivierte Musiker fahren am Freitag nachmittag nach Wessobrunn, um dort das ganze Wochenende für das am Ostersonntag stattfindende Konzert zu üben.

Freitag ging´s also los. Um 16.00 Uhr trafen wir uns am Musikerheim in Eresing, um die Buschtrommeln  unserer Bongotruppe zu verstauen und den Proviant einzupacken (Musiker sind am Probenwochenende sehr hungrig!). Dann flogen wir los wir Richtung Alpen, bis wir nach einer halben Stunde Fahrtzeit am Stillerhof, ein außerhalb Wessobrunn gelegenes Jugendhaus, angekommen waren. Schnell auspacken (die ganzen Percussioninstrumente in den 2. Stock!!! *keuch*), um 17.30 Uhr waren schon die ersten Satzproben angesagt. Am Abend traf man sich nach dem Essen zum Tabu-Spiel, Vier gewinnt, zur Schafkopfrunde oder zu einer Unterrichtsstunde für Querflötenanfänger (ge, Andrea!).

Samstag morgen um 7.00 Uhr: Moni, Lena und Christoph düsten los zum Semmelholen nach Rott. Dort wurden sie in der Bäckerei sofort als Musiker vom MV Eresing identifiziert, in Rott kennt schließlich jeder jeden.....
So ab acht Uhr trudelten die Musiker langsam und mit müden Gesichtern im Speisesaal ein und genossen dort das ausgiebige Frühstück. Gemeinsamer Abwasch war angesagt, anschließend begann der harte Probentag. Jürgen nahm sich den Holzsatz zu Herzen, Michi brachte Schwung ins tiefe Blech, Christoph probte mit den Percussionleuten und Maria blies den Trompeten den Marsch. Nach und nach kamen noch die restlichen Musiker hinzu, sodass beim Mittagessen 30 hungrige Musikantenmägen gefüllt werden mussten. Aber wie jedes Jahr schafften es Spaghetti und Salat, die hungrigen Bäuche zu füllen. Während die fleißigen Helfer abspülten, zeigten die ersten schon Müdigkeitserscheinungen (Karin H. *szzzzz!*), andere trumpften bei einer „Verwandtschaftsschafkopfrunde“ auf.

Ab 13.00 Uhr stand Gesamtprobe auf dem Plan. Also, hoch in den 2. Stock, hinein in den großen Probenraum. Gemeinsam probten wir die schwierigen Stücke bis zum letzten Takt, wir überhörten sogar die verzweifelten Schreie von Monika, die erst am Nachmittag eintreffen konnte und nicht ins Haus hineinkam. Erst eine halbe Stunde später wurde sie vor der eisigen Kälte gerettet. Mit bester Laune genossen wir die wunderbaren Kuchen und den Kaffee. Danach war Fotoshooting angesagt. Für das Gesamtfoto wagten wir uns nach draußen und grinsten frech in die Kamera. Anschließend fanden bis zum Abendessen schweißtreibende Satzproben statt, die mit einer üppigen Brotzeit belohnt wurden. Jetzt kam der (ent)spannendende Teil des Abends.

Die Musiker wurden in 5 Gruppen aufgeteilt, um ein von Andrea und Lissi angefertigtes Rätsel zu lösen. Allgemeine Fragen von „In welchem Jahr gewann Nicole den Grand Prix?“ und „Zeichne die D-Dur Tonleiter“ mussten beantwortet werden, hinzu kamen die für jedes Team unterschiedlichen Zusatzaufgaben wie z. B. „Welch Getränk macht munter, die Lösung liegt darunter“. Im ganzen Haus wurde nach den Extra-Punkten gesucht, welche in der Dusche, im Kühlschrank, unter der Kaffeemaschine oder in der Trompete usw. versteckt waren. Alle Gruppen waren großartige Rätsellöser und erreichten eine große Punktzahl. Nur das Zeichnen des 4/4-Takt-Schlagbilds macht immer wieder, wie jedes Jahr, Probleme. Den Rest des Abends verbrachten wir noch mit gemütlichem Beisammensein, manche feierten oder redeten (Moni u. Lena) bis 3.00 Uhr morgens. Dann war aber auch die letzte in seinem Bett.

Sonntag morgen tauchten so manch müde Musiker am Frühstückstisch auf. Nach dem Frühstück kämpften wir uns in den 2. Stock, um ein letztes Mal gemeinsam zu üben. Die vergangenen zwei Probentage zeigten ihre Wirkung, die Stücke brachten unsere ganze Freude zum Ausdruck, eine Musikerin hatte am Ende eines Stücks sogar Freudentränen in den Augen (Moni!) und auch der Rest war überwältigt von dem, was man aus den Stücken hervorgezaubert hat.

Nach dem Resteessen ging´s ans Aufräumen und Putzen, das Schlagzeug und die leeren Kisten und Proviantbehälter mussten wieder verstaut werden. Um 14.00 Uhr brachen wir schließlich Richtung Heimat auf. Müde, fertig aber auch einstimmig der Meinung, viel erreicht zu haben.

Ich möchte mich bedanken bei den guten Köchen, Abwaschern, Putzkolonnen und Kuchenbäckerinnen, Satzprobenleitern und Andrea als Rätseltesterin und –helferin. Ganz besonders sind wir alle Jürgen dankbar, dass er trotz zeitweiligem Kopfweh uns durch das Wochenende dirigiert hat. Aber am meisten möchte ich danke sagen an alle Musiker, die sich die Zeit genommen haben, am Probenwochenende teilzunehmen! Es hat viel Spaß gemacht! DANKE!

© Elisabeth Steinbrecher; März 2004

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